Sonntag, 15. Juni 2014

Erdbeer-Rhabarber Marmelade in Flensburg



































 



Das Wochenende habe ich bei meiner Freundin in Flensburg verbracht. Nach einem Besuch beim Pflegepferd der kleinen Schwester meiner Freundin haben wir spontan Halt bei einem Erdbeerfeld gemacht und einen Korb voller reifer Erdbeeren gesammelt. Zu Hause angekommen haben wir aus diesen sowie zwei Stangen Rhabarber Konfitüregekocht.







































Neben den Erdbeeren hatten wir 2 Stangen Rhabarber zum Verarbeiten. Damit man den säuerlichen Geschmack aus den Erdbeeren herausschmeckt (zu dem geschmacklichen Endergebnis komme ich später noch einmal), entschieden wir einen Teil der Marmelade komplett aus den vielen Erdbeeren zu kochen. Bei der Erdbeer-Rhabarber Marmelade haben wir uns für die Mengen der Zutaten an einem Rezept der Webside von Essen und Trinken orientiert. Letztendlich bestand unsere Zusammensetzung aus:

Saft einer halben Zitrone
2 Stangen Rhababer (ca.350g)
800g Erdbeeren
400g Gelierzucker


Die reine Erdbeermarmelade haben wir dem obigen Rezept einfach angepasst:

Saft einer halben Zirone
1,1kg Erdbeeren
400g Gelierzucker







































Eigentlich ist Marmelade kochen gar nicht schwer, gerade mit so simplen Sorten, mit wenigen Zutaten. Als Erstes haben wir die Schraubgläser jeweils 3 Minuten lang in kochendem Wasser desinfiziert. Dann wurde das Obst gewaschen, gewogen und klein geschnitten. Dann kommt es als Gemisch oder eben pur zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einen großen Kochtopf. Wir haben in einem anderen Rezept gelesen, dass man als Nächstes die Mischung Saft ziehen lassen soll.  Da wir uns nichts Genaues darunter vorstellen konnten und nicht lange warten wollten, haben wir diesen Schritt ausgelassen und die Töpfe direkt erhitzt. Wir haben während des Kochens den Fernseher laufen lassen, weswegen wir nicht ordentlich aufgepasst haben und uns die reine Erdbeermarmelade einmal übergekocht ist. Ein Fehler, der uns bestimmt kein zweites Mal passieren wird, denn der übergelaufene Saft hat sich schön festgebrannt. Nachdem die Marmelade 5 Minuten gekocht hat, haben wir sie durchpüriert und danach sofort in die ausgekochten Gläser abgefüllt. Hierzu empfehle ich, eine möglichst kleine Kelle zu benutzen. Ansonsten läuft man Gefahr zu kleckern, was wiederum Arbeit macht, Schmerzen bedeutet, wenn die heiße Marmelade auf die Finder läuft und die Haltbarkeit der Marmelade minimiert,wenn auf den Drehverschluss gekleckert wurde. Die befüllten Gläser werden fest zugeschraubt auf dem Kopf zum Abkühlen gestellt.




















































































































Beim Verkosten haben wir eine Enttäuschung erlebt. Die Mischung mit Rhabarber ist überhaupt nicht zu schmecken. Die Erdbeeren sind so süß, dass man die Säure des Rhaharbers kaum erahnen kann. Eine weitere Stange Rhabarber und etwas weniger Erdbeeren hätten den gewünschten Geschmack wohl besser rausgebracht. Trotzdem, bis auf die Schmerzen beim Befüllen der Gläser, die eingebrannten Flecken auf der Herdplatte und den vielen, klebrigen Abwasch hat die Marmeladenproduktion wirklich Spaß gebracht. Demnächst sind hier in Hamburg bei uns im Garten die Johannisbeeren reif. Vielleicht traue ich mich dann alleine an eine zweite Runde Marmelade kochen.

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